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17.Spieltag
Das Spitzenduo SV Hertha 23 Neutrebbin und SG Rot-Weiss Neuenhagen setzte eine Woche vor dem direkten Aufeinandertreffen seine Erfolgsserie fort. Auch am Tabellenende gab es keine Veränderungen. TSG Rot-Weiss Fredersdorf / Vogelsdorf - SV Blau-Weiss Turbine Lebus 1 : 1 (0:1) 0:1 Danilo Thäns (44.), 1:1 Shefki Saraqi (48.) SR: Siegel, Böhm, Wurche Zuschauer: 35 Mit dem Remis müssen beide Teams am Ende zufrieden sein. Die erste Hälfte jedoch ging klar an die Fredersdorfer, obwohl praktisch mit dem Pausenpfiff die Turbiner mit 0 : 1 in Führung gehen. Angriff für Angriff wurde von der sehr gut gestaffelt stehenden Lebuser Abwehr jede Mög- lichkeit der Gastgeber vereitelt. Doch in den 45 Minuten waren auch zwei grosse Chancen dabei. Kirill Kostrikov (4.) hatte in den Strafraum von links aus abgelegt und Paul Wegner anschliessend knapp den rechten Pfosten verfehlt. Abermals von der linken Seite, diesmal Freistoss von Spielführer Jürgen Gartmann (28.), den Alexander Bel knapp vor dem Fünfmeterraum erwischte und der Lebuser Torwart mit Riesenreflex parrierte. Das man bestraft wird, wenn mit Mann und Maus angegriffen wird, und dabei der Ball "liegenbleibt", zeigte obengenannte Führung der Gäste. Den ersten Versuch hatte der Torschütze bereits in der 20. Minute, als sein Schuss knapp den Fredersdorfer Kasten verfehlte. Doch diesmal wurde Danielo Thäns' Schuss nach Überzahlangriff im Konter noch von Abwehrspieler Toni Höpner abgefälscht, dass Keeper Olaf Terzer dem Leder nur noch über sich herübertaumeln sah. Obwohl sich in der zweiten Hälfte ein verfahrenes Spiel entwickelte und keine echten Chancen umgesetzt wurden, kamen die Gastgeber gleich zu Beginn zum Ausgleichtreffer. Fredersdorfs Shefki Saraqi fasste sich ein "Herz" und lief wie an aufgestellten "Fahnenstangen" vorbei. Doch Torwart Richter konnte das Leder noch rechtzeitig erwischen. Dabei auf den einlaufenden Gartmann fallend, kam der Ball nochmal zu Saraqi, der nur noch einschieben brauchte. Weitere zweimal war Saraqi bei dem zwischen ihm und dem Lebuser Tor- wart aufsetzenden Ball einfach ein Stück zu kurz um dem grossgewachs- enen Keeper zuvorzukommen! Kleine Nicklichkeiten bestimmten in der Folgezeit das Geschehen. Doch es kam zu keinen Platzverweis, obwohl der Turbinekeeper sich beim Anlegen mit den Zuschauern sogar ausserhalb des Spielfeldes bewegte. Schiedsrichter Tobias Siegel aus Berlin hatte jedoch gefühlsmässig die hektische Phase im Griff. MOZ-Artikel: Eine durchweg faire Partie ohne große Höhepunkte mit einer am Ende gerechten Punkteteilung aus TSG-Sicht. Mit dem Remis verloren jedoch beide Teams Boden zum durchweg siegreichen Spitzenquintett. Die Randberliner gerieten kurz vor der Pause durch Danilo Thäns in Rückstand, glichen ihn jedoch kurz nach der Pause durch Routinier Shefki Saraqi wieder aus. Mehr ließ Lebus nicht zu und beendete damit seine Minikrise. FSV Altranft '90 - MTV 1860 Altlandsberg 0:2 (0:1) Tore: 0:1 Slavu (42.) 0:2 Zimmermann (90.) Gelb-Rot: Ivert (MTV/57.) SR: Becker, Wittenbecher, Reimschüssel Zuschauer: 60 Für MTV-Coach Kay Krautien stellte sich der sonst recht heimstarke FSV „erschreckend schwach“ dar. Seine eigene Mannschaft wartete nach dem Vorwochendebakel gegen Neutrebbin mit verbesserter Abwehr auf. „Sie hat den Grundstein für unseren Erfolg gelegt“, schätzte er ein. Altranft blieb im Angriff harmlos und konnte selbst mehr als eine halbe Stunde Überzahl nach Ampelkarte für Pascal Ivert nicht nutzen. SV Germania Lietzen - SG Lichtenow/Kagel 2:1 (0:0) Tore: 1:0, 2:0 L. Müller (52.,81.), 2:1 Barow (85.) Gelb-Rot: Fabian Schrödter (SG Lichtenow/Kagel /nach Schlusspfiff); unsportliches Betragen SR: Ziehe, Saul, Gryzik Zuschauer: 40 Germania blieb in der Erfolgsspur und rückte in die obere Tabellenhälfte. Der Aufsteiger zeigte sich von Beginn an respektlos und sorgte mit einem Lattenkopfball von Stefan Schindler für das erste Achtungszeichen im Spiel. Weitere Tormöglichkeiten blieben in der ersten Spielhälfte aus. Nach Wiederanpfiff sorgten beide Mannschaften für ein spielerisch besseres Niveau. Jeweils nach weiten Abschlägen sorgte Lutz Müller für die Siegtore des Gastgebers, für den Anschlusstreffer Angelo Barow mit sehenswertem direkten Freistoß. Fazit aus Lietzener Sicht: „Nicht fein, aber verdient gewonnen“. SV Victoria Seelow II - SV Jahn Bad Freienwalde 4:2 (1:0) Tore: 1:0 Vorndamm (16.), 2:0 Winnewisser (56.), 2:1 Mahlitz (61.), 2:2 Frenz (67./HE), 3:2 Winnewisser (81.), 4:2 Vorndamm (90.+1/FE) SR: M. Schwarz, Jäger, Kuckelkorn Zuschauer: 50 Mit einer starken kämpferischen Leistung entschieden die Kreisstädter in der Schlussphase die Partie. Mit dem besseren Start ging die Truppe um Trainer Ronald Schulz in Führung. Die Kurstädter rüttelte erst der Rückstand auf und glichen mit einem starken Zwischenspurt einen 0:2-Rückstand wieder aus. Seelow verteidigte mit dem Erfolg seinen dritten Platz, während die Kreisstädter weiter auf den vierten Saisonsieg warten müssen. SV Blau-Weiss Petershagen/Eggersdorf II - FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf 03 1:3 (0:0) Tore: 0:1 Pilz (47.), 0:2 Witte (68.), 1:2 Jankowsky (78.), 1:3 Witte (88.) SR: Hübscher, Kutschke, Türke Zuschauer: 40 Bernd Bolte, Co-Trainer der Doppeldörfler, sah in der ersten Hälfte die eigene Mannschaft als „die spielerisch bessere“. „Nach dem Wechsel wurden wir durch den Gegentreffer von Michael Pilz kalt getroffen.“ Von da an trug die effektivere Spielweise Concordias trotz zwischenzeitlichen Aufbäumens des Gastgebers mehr Früchte. Der zweifache Torschütze Ronal Witte sicherte in der 88. Minute endgültig Sieg und nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Fußballchef Diethard Kriewall. SG Grün-Weiss Rehfelde - SV Gartenstadt '71 2:1 (1:1) Tore: 0:1 Görlt (27.), 1:1, 2:1 Polley (32.,60.) SR: Pflock, Pfeifer, Antal Zuschauer: 78 „Unser Sieg war verdient und hätte weitaus höher ausfallen müssen“, schätzte Rehfeldes Manager Helfried Hedemann ein. So blieb es in der ersten Hälfte nur beim Chancenplus für den Gastgeber, u.a. mit einem sehenswerten Distanzschuss an den Innenpfosten (27.) und einem Kopfball (32.). Der SVG bis dahin spielerisch gleichwertig, in der finalen Zone jedoch zu bieder. Für den Siegtreffer des Aufsteigers sorgte Thomas Polley nach einer Stunde und einer von Roberto Vandree getretenen Ecke. SG Rot-Weiss Neuenhagen - Hennickendorfer SV '90 3:0 (1:0) Tore: 1:0 Gursche (24.), 2:0, 3:0 Radünz (67.,76.) Gelb-Rot: Kevin Herdam (HSV '90/78.) SR: Krabbe, Voß Topel Zuschauer: 65 Der Tabellenletzte war von Beginn an um Schadensbegrenzung bemüht, sah sich jedoch von Beginn an Dauerdruck des Tabellenzweiten gegenüber. Kevin Radünz und Sascha Egel vergaben vor dem Führungstreffer durch Mathias Gursche schon zwei aussichtsreiche Tormöglichkeiten. Aus Neuenhagener Sicht der HSV nach dem Wechsel „etwas engagierter, aber ohne nennenswerte Chancen“. Die Revanche für die 0:1-Hinspielniederlage gelang den Randberlinern damit überzeugend. SV Hertha Neutrebbin - SV Grün-Weiss Letschin 2:1 (2:0) Tore: 1:0 Herrmann (33.), 2:0 Schroth (39.), 2:1 Runkowske (58.) SR: Duwe, Hilbig, Saarow Zuschauer: 150 Die Rekordzuschauerkulisse von 150 Zuschauern sah aus Neutrebbiner Sicht „ein spannendes Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten“. Sahen die in der ersten Hälfte einen überzeugend aufspielenden Tabellenführer mit einer verdienten 2:0-Pausenführung, änderte sich die Szenerie nach dem Wechsel ins Gegenteil. Nicht die Herthaner, sondern die Letschiner drückten der Partie ihren Stempel auf. „Wir hätten schon in der ersten Halbzeit so spielen sollen“, ärgerte sich Grün-Weiß-Stürmer Martin Streich. So kam Neutrebbin „mit zwei blauen Augen“, wie es Fußballchef Thomas Pfahl sah, davon. Die beiden Torhüter, der Herthaner Toni Schibilski sowie sein Gegenüber Jan Wegener, verdienten sich Bestnoten.
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